Open UP!

Wie die Digitalisierung die Wissenschaft verändert

Eine Ausstellung der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
4. Februar 2019 bis 17. Dezember 2019

Open UP!

Der digitale Wandel verändert das Wissenschaftssystem. Wissenschaft baut seit Jahrhunderten auf Bibliotheken als Wissensspeicher auf – und auch sie sind heute einem radikalen Wandel unterworfen. Wie nutzen wissenschaftliche Bibliotheken die digitale Revolution für ihre Neuerfindung?

Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, 1919 gegründet und heute 100 Jahre alt, zeigt ihren aktuellen Weg: Ein Dreiklang von Forschen, Engagieren und Entwickeln für Open Science. Open Science heißt, Wissenschaft einer möglichst großen Zahl von Menschen einfacher zugänglich und transparent zu machen.

Wie sieht dieser Dreiklang aus?

  • Die ZBW forscht im Bereich Open Science; insbesondere mit informationstechnischer und informationswissenschaftlicher Perspektive.
  • Die ZBW engagiert sich wissenschaftspolitisch für die Umsetzung von Open Science, sowohl national als auch international.
  • Gleichzeitig ist die ZBW dabei, selbst aktiv an diesem Open-Science-Ideal zu bauen, in dem z.B. neue technische Angebote entwickelt werden, die Zugänge erleichtern und Barrieren beseitigen. Sie will die kommerzielle Unabhängigkeit und Exzellenz der Wissenschaft stärken. Zudem will die ZBW den einfachen und schnellen Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen, Publikationen und Daten ermöglichen.

Offene Wissenschaft ist ein Schlüssel für die moderne Informationsversorgung. Wie die Veränderung des etablierten Wissenschaftssystems in der Praxis aufgenommen wird und zu einer Transformation von „Bibliothek“ führt, zeigt die ZBW-Ausstellung „Open UP! Wie die Digitalisierung die Wissenschaft verändert“. Die Wanderausstellung ist ein besonderes Element anlässlich des Jubiläums der ZBW. Die ZBW lädt dazu ein, mittels Bildern, Filmen, Infografiken und Experimentier-Stationen abzutauchen in die Welt des wissenschaftlichen Arbeitens im digitalen Zeitalter.

Audiorundgang

Begleiten Sie Dr. Doreen Siegfried, Pressesprecherin und Leiterin der Zentralabteilung Marketing und Public Relations der ZBW und Open Science Radio bei einem Rundgang durch die Ausstellung.

Download: Audiorundgang [MP3]

Open UP! Booklet

Das Booklet erklärt kurz und verständlich, was Open Science ist. Es erörtert die unterschiedlichen Open-Science-Bewegungen und erklärt, warum Open Science notwendig ist. Es zeigt aber auch die Grenzen von Open Science auf und zeigt, vor welchen Herausforderungen Open Science steht.

Führungen

Es werden Führungen angeboten mit unterschiedlichen Schwerpunkten und für unterschiedliche Zielgruppen in den folgenden Zeiträumen:
Kiel: 1. Februar bis 1. März 2019
Berlin: 11. März bis 20. Mai 2019
München: 24. Juni bis 18. September 2019
Hamburg: 23. September bis 17. Dezember 2019
Führungen können über folgende Adresse gebucht werden: exhibition@zbw.eu

EINTRITT
Der Eintritt ist kostenfrei.

Termine und Zeiten der Führungen in München:

27.08. stündlich 13.00 – 16.00 Uhr
10.09. stündlich 09.00 – 16.00 Uhr
11.09. stündlich 09.00 – 16.00 Uhr
12.09. stündlich 09.00 – 16.00 Uhr

Die Führungen dauern eine Stunde. Bitte reservieren Sie Ihre Führung über exhibition@zbw.eu

Aufbau der Ausstellung

Die Ausstellung besteht aus drei Themeninseln.

  • Themeninsel 1 Digitale Vernetzung.
  • Themeninsel 2 Neue Publikationsformen.
  • Themeninsel 3 Literatur finden.

Die Themeninseln können in beliebiger Reihenfolge durchlaufen werden.

Bauelemente

Jede Themeninsel besteht aus folgenden Bauelementen:

  • Datentower für FORSCHEN für Open Science: Die Forschungstower thematisieren an der ZBW stattfindende Forschungsprojekte, beispielsweise zum Thema Data Sharing aus individueller und aus gesellschaftlicher Sicht, Altmetrics (Qualität vs. Popularität), Social Media in der Wissenschaft, Digitales Publizieren, Automatisches Indexieren, Information Overload oder Künstliche Intelligenz und Empfehlungssysteme. Es gibt Infografiken und Experimentier-Stationen.
  • Sitzbänke mit Videos zum Thema ENGAGIEREN für Open Science: Auf den Videobänken werden Videos gezeigt, in denen Beschäftigte der ZBW ihr persönliches wissenschaftspolitisches Engagement erklären. Themen sind die European Open Science Cloud, die GO-FAIR-Initiative, Altmetrics und die Open-Access-Transformation.
  • Projektschau-Stationen zum Thema BAUEN für Open Science: In den drei unterschiedlichen Projektschauen werden Infrastrukturprojekte der ZBW gezeigt, die dem/der Betrachter*in auf spielerische Art und Weise erläutern, welche konkreten Open-Science-Infrastrukturen die ZBW installiert hat bzw. an welchen sie arbeitet. Gezeigt werden EconBiz, EconStor und GeRDI.

Videos

ZBW-Beschäftigte erzählen, wie sie sich persönlich für Open Science engagieren und warum.

Eine faire Bewertung von Qualität
Prof. Dr. Isabella Peters über Altmetrics

Offene Forschungsdaten für alle!
Monika Linne über die GO FAIR Initiative

Offene Forschungsdaten quer durch die Disziplinen
Prof. Dr. Klaus Tochtermann über die European Open Science Cloud

Open Science ist die Zukunft
Thorsten Meyer über die Digitale Transformation

1 THEMENINSEL „DIGITALE VERNETZUNG“

Forschungsdaten sind schwer zugänglich. Sie liegen in vielen Datensilos verteilt in der ganzen Republik. Es fehlt eine Vernetzung digitaler Datensammlungen aus verschiedenen Disziplinen. Es fehlen verlässliche Infrastrukturen für die längerfristige Speicherung verschiedener Daten. Hinzu kommt, dass Forschende aus Unsicherheit ihre Daten oft nicht teilen.

Welche Infrastrukturen die ZBW bundesweit aufbaut, wie das Teilen von Daten gefördert und wie Forscher*innen im Umgang mit Forschungsdaten unterstützt werden können, erfahren Besucher*innen in der Themeninsel „Digitale Vernetzung“.

  • Der Datentower I „Forschungsdaten teilen“ betrachtet die Individualsicht der Forschenden und zeigt Forschungsergebnisse auf die Fragen „Was tun, um das Teilen von Daten zu fördern?“ und „Welche Rolle spielt die Persönlichkeit der Wissenschaftler*innen?
  • Der Datentower II „Gesellschaftliche Relevanz von Open Data“ zeigt zum einen den gesellschaftlichen Nutzen offener Daten im Allgemeinen und Probleme und Fakten rund um Open Research Data. Zum anderen stellt er dar, wie die Gesellschaft von offenen Daten in der Forschung profitiert.
  • In dem Video zur European Open Science Cloud erklärt Prof. Dr. Klaus Tochtermann, Direktor der ZBW und Mitglied im Rat für Informationsinfrastrukturen, welche großen Trends es in der Wissenschaftspolitik gibt, welche Rolle Open Science spielt, welche Rolle insbesondere Bibliotheken spielen und was die digitale Revolution für den Wissenschaftsbetrieb bedeutet.
  • In dem Video zu GO FAIR erklärt Monika Linne, was es mit der GO-FAIR-Bewegung auf sich hat und nennt erste Erfolge von GO FAIR.
  • Die Projektschau zeigt ein Projekt zum Aufbau einer vernetzten Forschungsdaten-Infrastruktur, die Forschenden in Zukunft erstmals eine systematische Recherche nach Forschungsdaten über Disziplingrenzen hinweg ermöglichen soll (GeRDI).

2 THEMENINSEL „NEUE PUBLIKATIONSARTEN“

Was wäre, wenn die Gemeinfreiheit wissenschaftlicher Information als internationales Recht betrachtet würde? Wie wäre die Welt, wenn Open Access die vorherrschende Publikationsform in der Wissenschaft wäre? Und was wäre anders, wenn wissenschaftliche Wirksamkeit nicht mehr allein an Publikationen und Zitationen gemessen würde?

Die ZBW hat die Vision einer offenen und zugänglichen Wissenschaft. Besucher*innen erfahren in der Themeninsel „Neue Publikationsarten“, mit welchen Ergebnissen die ZBW alternative Leistungsindikatoren erforscht und neue Wege für den fairen Zugang zu Forschungsergebnissen erprobt.

  • Der Datentower I „Social-Media-Nutzung“ zeigt, wie soziale Medien die Wissenschaft verändern, wie Forscher*innen soziale Medien in ihrem Arbeitsalltag nutzen und welche Social-Media-Typen es in der Wissenschaft gibt.
  • Der Datentower II „Altmetrics – Wissenschaftliche Leistung fairer bewerten“ zeigt, in welchen diversen Krisen die Wissenschaft derzeit steckt und wie wissenschaftliche Leistung künftig umfassender gemessen werden kann.
  • In einem Experiment werden die Besucher*innen selbst zu Forschenden und können Publikationen auf Basis der zugehörigen Metriken beurteilen und ordnen.
  • Der Datentower III „Der wissenschaftliche Publikationsmarkt im digitalen Zeitalter“ befasst sich mit der Frage, wie der Zugang zu Forschungsergebnissen offener werden kann. Das traditionelle wissenschaftliche Publikationssystem beschränkt die Leserschaft noch auf Einrichtungen mit zahlungskräftigen Bibliotheken, in welchem die interessierte Öffentlichkeit ohne Bibliothekszugang außen vor bleibt.
  • In dem Video zu Altmetrics erläutert Prof. Dr. Isabella Peters die Leistungsmessung in unserem aktuellen Wissenschaftssystem, was daran nicht mehr zeitgemäß ist, wie Leistungsmessung im Open-Science-Zeitalter aussehen kann und wie sie sich persönlich dafür engagiert.
  • Eine Projektschau zeigt EconStor, eine etablierte internationale Infrastruktur für freies Publizieren in den Wirtschaftswissenschaften, die es sowohl Forscher*innen als auch Bürger*innen ermöglicht, wirtschaftswissenschaftliche Forschungsergebnisse kostenfrei online zu lesen und an Wissenschaft teilzuhaben.

3 THEMENINSEL „LITERATUR FINDEN“

Etwa alle neun Jahre verdoppelt sich weltweit die Zahl wissenschaftlicher Publikationen. Allein in den Wirtschaftswissenschaften gibt es jährlich über 50.000 Veröffentlichungen. Weder Bibliotheken noch Forschende können diese Menge bewältigen, ohne Automatisierungen, Filter, Algorithmen oder Empfehlungssysteme zu nutzen.

Was die ZBW im Themenfeld Künstliche Intelligenz erforscht, wie die Institution große Datenmengen erschließt, intelligentes Verhalten automatisiert und sinnvolle Empfehlungssysteme gestaltet, erfahren Besucher*innen in der Themeninsel „Literatur finden“.

  • Der Datentower I „Erschließen“ zeigt, wie man mit automatischen Verfahren effizient wirtschaftswissenschaftliche Literatur inhaltlich beschreibt.
  • Der Datentower II „Künstliche Intelligenz“ zeigt, wie eine Maschine Texte automatisch so vergleichen kann, dass Leser*innen erkennen, ob ein Text Neues für sie bereitstellt.
  • Der Datentower III „Information Overload“ erläutert, wie die Trends des Wissen-Schaffens sind, welche Länder besonders publikationsstark sind, in welchem Ausmaß die Zahl wissenschaftlicher Zeitschriften steigt oder wie viele Publikationen derzeit weltweit kursieren.
  • In einem Experiment werden die Besucher*innen selbst zu Forschenden und sollen entscheiden, welche Veröffentlichungen sie als wissenschaftlich ansehen und welche nicht.
  • Im digitalen Zeitalter stehen Bibliotheken vor neuen Anforderungen. Der Zugriff auf Informationen muss schnell gehen. Die Informationen müssen von hoher Qualität und Relevanz sein. Die Informationen müssen möglichst kostenfrei und vor allem nachhaltig zur Verfügung stehen. In dem Video zur Digitalen Transformation erklärt Thorsten Meyer, wie konkret die digitale Transformation in der ZBW stattfindet und wie er sich persönlich dafür engagiert.
  • Die Projektschau zu EconBiz zeigt eine forschungsbasierte Lösung der ZBW, die Wirtschaftsforschenden und anderen Interessierten einen transparenten und von kommerziellen Interessen unabhängigen Zugang zu wirtschaftswissenschaftlicher Fachliteratur gibt, der zugleich einfach und kostenfrei ist.

OPEN UP AUDIO – Dr. Athanasios Mazarakis

ZBW-Forscher*innen im Interview

Dr. Athanasios Mazarakis: Mit welchen Anreizen kann ich Open Science vorantreiben?

OPEN UP AUDIO – Nils Witt

ZBW-Forscher*innen im Interview

Nils Witt: Was kann Künstliche Intelligenz und wie können Bibliotheken davon profitieren?

OPEN UP AUDIO – Steffen Lemke

ZBW-Forscher*innen im Interview

Steffen Lemke: Wie kann ich Einfluss von Wissenschaft messen?

OPEN UP AUDIO – Dr. Anna Kasprzik

ZBW-Forscher*innen im Interview

Dr. Anna Kasprzik: Wie können Mensch und Maschine zusammen gute Metadaten erzeugen?

OPEN UP AUDIO – Anja Busch

ZBW-Forscher*innen im Interview

Anja Busch: Wie baut man eine generische Forschungsdateninfrastruktur?

Open UP! – Das Video

STATIONEN DER WANDERAUSSTELLUNG

Kiel, 4. Februar 2019 bis 1.März 2019

ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
Düsternbrooker Weg 120
24105 Kiel
Öffnungszeiten Mo – Fr 9.00 – 19.00 Uhr

Berlin, 11. März 2019 bis 20. Mai 2019

Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum
Geschwister-Scholl-Straße 3
10117 Berlin
Öffnungszeiten Mo – Fr 08:00 – 24:00 Uhr,
Sa u. So 10:00 – 22:00 Uhr

München, 24. Juni 2019 bis 18. September 2019

Deutsches Museum – Bibliothek (linker Eingang)
Museumsinsel 1
80538 München
Öffnungszeiten Mo – So 09:00 bis 17:00 Uhr

Hamburg, 23. September 2019 bis 17. Dezember 2019

ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
Neuer Jungfernstieg 21
20354 Hamburg
Öffnungszeiten Mo – Fr 09:00 bis 20:00 Uhr

„Kurz erklärt“ ZBW-Forschung im Schnell-Check

Haben Ihnen die kurzen Einführungen in verschiedene Unterthemen der Ausstellung „Open UP!“ gefallen? Wir haben Ihnen hier die Kurztexte zum Download bereitgestellt:

WEITERBILDUNGEN

19. Februar 2019, Kiel, Podiumsdiskussion „Digital Librarian“

Es diskutieren Prof. Dr. Isabella Peters (ZBW), Prof. Dr. Dirk Lewandowski (HAW Hamburg), Gabriele Fahrenkrog (Expertin OER) und Prof. Dr. Hans-Christoph Hobohm (Fachhochschule Potsdam).

12. März 2019, Berlin, Symposium „Wirtschaftswissenschaften digital – Chancen und Herausforderungen“

Fachtagung in Kooperation mit dem RatSWD, dem Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB) und dem Verein für Socialpolitik

19. bis 20. März 2019, Berlin, Open Science Conference

6. bis 7. Mai 2019, Berlin, INCONECSS – International Conference on Economics and Business Information

Hamburg, Diskussionsrunde „Digitale Bibliothek“ für Hamburger Bibliotheken

25. bis 27.November 2019, Hamburg, Semantic Web in Libraries

Internationale Fachtagung in Kooperation mit dem Hochschulbibliothekszentrum Nordrhein-Westfalen (hbz)

DATEN & FAKTEN

Kuratorin und Projektleiterin: Dr. Doreen Siegfried
Architektur und Gestaltung: gewerkdesign
Illustrationen: gewerkdesign; Stefan Werner, ZBW
Videos: forward Filmproduction
Experimente: Forschungsgruppe Web Science der ZBW

Wollen Sie tiefer in die Forschungsthemen einsteigen?

Hier eine Literaturliste.

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Presse

Dr. Doreen Siegfried
Pressesprecherin
T: +49-431-8814-455
F: +49-431-8814-520
Düsternbrooker Weg 120
24105 Kiel

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